Fehlstellungen Ober-/ Unterkiefer

Beschreibungen von Ober-/ Unterkieferfehlstellungen, die einen Fehlbiss verursachen. Kieferfehlstellungen können langfristig der Gesundheit schaden. Die Kiefergelenke werden stark in Mitleidenschaft gezogen, die bis zum Zahnverlust führen können.
  
 

Die vergrößerte Frontzahnstufe oder der Distalbiss

Durch einen zu engen Zahnstand im Oberkieferbereich kann der Distalbiss oder auch Rückbiss entstehen. Bei der Prognatie oder auch Retrogenie ist der Oberkiefer im Vergleich zum Unterkiefer zu lang ausgebildet, oder umgekehrt. Somit sind die Schneidezähne zu weit nach vorne gelagert. Hierdurch kommt es zu einer Disharmonie des Unter- und Oberkiefers. Nicht nur der Biss ist gestört, sondern auch das Gesichtsprofil verändert sich im Laufe der Zeit. 
 
Kieferchirurgen und Zahnärzte in Osteuropa und Westeuropa 

Der vertikale Überbiss oder auch Tiefbiss

Um eine Abweichung der natürlichen Form in vertikaler Richtung handelt es sich bei dem Tiefbiss. Dieser vertikale Überbiss lässt die oberen Zähne zu weit über die unteren Zähne überlappen. In manchen Fällen können durch diesen Überbiss die Zähne die Lippen des Gegenkiefers beschädigen und/ oder in den Gegenkiefer beißen. Wenn die Symptome nur minimal auftreten, kann es hierdurch zu Entzündungen kommen. 
 

Die Fehlstellung der Ober- und Unterkiefer, der Mesialbiss

Grundsätzlich wird beim Mesialbiss unterschieden, ob es sich hierbei um eine einseitige Fehlstellung handelt. Dies kann anatomisch bedingt durch einen falsch ausgeprägten Ober- oder Unterkiefer sein. Wenn es sich um eine zweiseitige, anatomische Fehlstellung handelt, sind beide Kiefer betroffen. Probleme entstehen für den Betroffenen meist bei der Nahrungsaufnahme und im Bereich der Mimik. Der Vorbiss oder auch die Retrognathie wird in der Regel durch ein zu starkes Wachstum des Unterkiefers hervorgerufen. Meist ist dies erblich bedingt und wird auch als Neandertaler Symptom  bezeichnet. Der Unterkiefer liegt deutlich vor dem Oberkiefer. Dies führt zu einem sehr hervortretenden Kinn. 
 

Die elliptische Lücke zwischen den Ober- und Unterkiefer, der offene Biss

Durch eine (meist erblich bedingte) Fehlstellung des Ober- und/ oder Unterkiefers, kann eine elliptische Lücke, der offene Biss entstehen. Weiterhin ist hierfür auch in geringem Masse das kindliche Daumenlutschen verantwortlich oder eine angeborene Fehlstellung der Zunge. Diese positioniert sich beim Atmen, Sprechen oder Schlucken zwischen den Zahnreihen. Beim Kauen oder Zusammenbeißen der Zähne kommt es nicht zu einer Berührung der Schneidezähne. Diese stehen dabei auseinander und bilden einen relativ großen Spalt. In der Regel ist es für den Betroffenen schwierig oder unmöglich, Speisen abzubeißen, oder ohne Zischlaute klar zu sprechen. 
 

Der Kreuzbiss - die Zähne beißen aneinander vorbei

Die Höcker der Unterkieferseitenzähne treffen bei einer normalen Verzahnung die Mitte der Oberkieferseitenzähne. Gleichzeitig treffen die Schneidekanten der Unterkieferfrontzähne auf die zum Gaumen hin zeigenden Flächen der Oberkieferfrontzähne. Beim Kreuzbiss dagegen stehen die Zähne des Oberkiefers beim Zubeißen zu weit nach innen. 
 

Kieferengstand - die zu kleine Kieferbasis

Um in einem geraden Zahnbogen wachsen zu können, benötigen die Zähne einen gewissen Platz im Ober- und Unterkiefer. Falls der Kiefer zu klein ist, können die Zähne nicht gerade wachen und es kommt zu einem Kieferengstand. Bisher wurden zur Behandlung vom Zahnarzt immer ein oder mehrere Zähne gezogen. Die Fehlstellung der verbliebenen Zähne wurde daraufhin durch eine kieferorthopädische Behandlung beseitigt, so dass der Betroffene wieder richtig Kauen und auch kraftvoll Zubeißen konnte. Diese Behandlung zieht sich über mehrere Jahre hin und ist somit sehr langwierig. Ein Nachteil ist, dass mit dieser Methode an der Ästhetik der Kieferstruktur nichts geändert wird.
 
Durch die Distraktionsosteogenese bildet sich nun auf natürliche Weise neues Knochengewebe und sämtliche Zähne finden gleichmäßig nebeneinander Platz. Die Knochenneubildung wird durch eine Apparatur ermöglicht, die in eine zuvor angelegte künstliche Wachstumsfuge des Kieferknochens eingesetzt wird und so den Kiefer über mehrere Wochen ausdehnt. Dabei entsteht neues Knochengewebe, welches nach ca. drei-vier Monaten genau so stabil ist wie der eigentliche Kieferknochen. Da die umgebenden Muskeln, Gefäße und Nerven mitwachsen, wird im Ergebnis hierdurch auch eine ästhetische Optimierung des Gesichtsbereiches erreicht.
 
Zahnarztpraxen und Zahnkliniken in Europa